Blog 50 (29.06.2018)

Blog Juni 2018

Madagaskar ist ein riesiges Land. Die Dörfer liegen weit verstreut zwischen grossen prärieähnlichen Flächen und tiefen tropischen Wäldern. Während früher die Dörfer auf den Hügeln gebaut wurden siedeln heute die Menschen näher an den tiefer gelegenen Reisfeldern. 

Überall dort, wo Menschen leben, möchte AiNA, dass Wissen über Erste Hilfe verbreiten. Wir gebrauchen dazu ein Schneeballsystem indem wir die lokalen Gesundheitshelfer weiterbilden, damit sie die Gemeindearbeiter in den Dörfern ausbilden. Seit Beginn dieses Jahres ist AiNA soa in zwei neuen 2 Distrikte aktiv und arbeitet mit den lokalen Verantwortlichen zusammen. 

Einer unserer Distrikte heisst Tsiroanomandidy, er befindet sich in der Region Bongolava, im Hochland. Die Hauptstadt der Region liegt 220 Kilometer von Antananarivo entfernt. Diese Region produziert einen großen Teil der Grundnahrungsmittel und hat einen grossen Zebu Handel (Madagassische Kuh Handel) am Laufen.  Dies macht die Region zu einer der Unsichersten, den viele Viehdiebe (Dahalos) halten sich in diesem Gebiet auf. Sie überfallen nicht nur die Viehtransporte, sondern ganze Dörfer und die Reisenden auf den Verbindungswegen.  Trotz diesen Unsicherheiten lassen wir uns jedoch nicht aufhalten und so arbeiten wir mit 34 Gesundheitshelfer in Tsiroanomandidy zusammen. 

Der zweite Distrikt liegt in der Region Vangaindrano im südöstlichen Teil von Madagaskar. Es dauert 24 Stunden im Taxibrousse (der lokale Busverkehr), um die Entfernung von 745 Kilometern von Antananarivo zu schaffen. Der Weg dahin ist aber wunderschön, so sieht man auf dem kurvigen Weg eine Vielzahl von unterschiedlichen Landschaften: felsige Hügel, flache landwirtschaftliche Flächen, grüne Wälder und nicht zu vergessender der Regenwald um Ranomafana herum. In der Region Vangaindrano arbeitet AiNA soa mit 37 Gemeinden zusammen. 

In Beiden Gebieten beginnt direkt nach den Städten die Feldwege. Beim Besuch der Gesundheitszentren müssen die Teams somit, mit Motorrädern, Fahrrädern fahren  oder zu Fuss ganze Tage laufen.   

 

Maro berichtet von einem seiner Einsätze: Als Fahrer unseres 4x4 (gesponsert vom Rotary Club Aarau) besuchte ich die Region Tsiroanomandidy. Die Medizinischen Mitarbeitenden der Gesundheitszentren sowie die Freiweilligen (Samariter) aus den Dörfern waren voll motiviert als wir sie in erster Hilfe unterrichteten. Es beeindruckte mich zu sehen wie ihre Augen leuchteten und sie das Wissen begierig ausogen.

Unsere erste Hilfe Lehrbücher: Vonjy aina für Pflegende und für Laien