Blog 42  (16.09.2016)

Während der Arbeit in der Region Alaotra Mangoro merkten wir, dass wir diese noch effektiver umsetzen könnten, wenn wir die lokalen Leiter miteinbeziehen würden. So haben wir begonnen, die lokalen Akteure wie traditionelle Chefs, Bürgermeister, Kirchliche Gemeindeleiter und Lehrer zu kontaktieren. Bereits jetzt helfen diese uns die Treffen zu organisieren. So bekommt unsere Arbeit noch mehr Gewicht in den lokalen Gemeinschaften.

Wir werden immer wieder von Kirchenleitern angesprochen, mit der Bitte, mehr über Erste Hilfe lernen zu können. Sie sehen täglich die grosse medizinische Not und möchten auch ihres dazu beitragen. Gerne beziehen wir sie mit ein und bilden sie aus.

Im August gingen unsere Teams in den Bezirk Anosibe An'Ala um die Gesundheitsmitarbeitenden zu coachen und den Trainingsprozess zu verfolgen. Es ist einer der am schwersten zugänglichen Orte in Alaotra Mangoro. Nur in der Bezirkshauptstadt findet man Strassen und kann telefonieren. Die Dörfer sind weit verstreut und liegen in Tälern. Die Wege führen über viele Hügel, Flüsse müssen überquert werden und man ist Stunden bis ganze Tage zu Fuss unterwegs. 

 

Story von Dr. Natanaela: Unsere Mission in den Dörfern von Anosibe An'Ala war etwas Besonderes. Wir sind weit gelaufen und haben viele Flüsse überquert. In der ganzen Zeit genossen wir aber die schönen Landschaften und waren froh über freundliche Führer, die uns den Weg wiesen. Die Leute vor Ort freuten sich über unseren Besuch und so wollten sie für uns singen und tanzen – wir kamen uns wie VIP’s vor! Die Gesundheitsmitarbeitenden arbeiteten gut mit uns zusammen, obwohl sie sehr viel Arbeit hatten. Sie sind für uns die eigentlichen Helden, denn täglich versuchen sie mit sehr geringen Mitteln den Menschen zu helfen. Oft sind sie nicht von der Region und sehen ihre Familien selten! Es war ein eindrückliches Erlebnis und ich freue mich darauf, sie wieder zu sehen.