Blog 40  (30.08.2015)

AiNA soa ist mit grossen Schritten in der neuen Saison angelangt. Zum einen ist Nicole Imboden in die Schweiz zurückgekehrt und unterstützt das Team von der Ferne und zum andern sind wir mitten in den Verhandlungen mit dem Gesundheitsdepartement, um das Erste Hilfe Wissen in ALLEN Regionen Madagaskars zur gleichen Zeit zu verbreiten. Während diese Veränderungen stattfinden, ist das medizinische Team zu Fuss, mit Fahrrädern, Motorrad und Taxi-Brus zu den Gesundheitszentren unterwegs, um die Mitarbeitenden zu coachen.  Neben allen Hürden erhalten wir viele positive Rückmeldungen von den medizinischen Mitarbeitenden, sowie den Freiwilligen (community workers). Der Nutzen unserer Weiterbildungen und auch des Lehrmaterials ist unumstritten, weshalb wir weitere Schritte wagen.  

Wie bereits erwähnt, besprachen wir mit dem Gesundheitsminister die Möglichkeit, alle 22 Regionen zugleich mit dem Erste Hilfe Wissen zu erreichen. Die bereits vor Ort tätigen Regierungsangestellten sollen ausgebildet werden, damit sie die Gesundheitsmitarbeitenden in den Basiscentren weiterbilden können. Diese sollen bei  Ausbildung der Freiwilligen in den Dörfern der begleitet werden. Wir haben also dem Kaskadensystem eine Stufe hinzugefügt, damit wir das ganze Land noch effektiver erreichen können.

Dieses Kaskadensystem kann sehr effektive sein. In einem 4-Jahresplan sollen alle Regionen Madagaskars erfasst werden. Um das Ziel zu erreichen ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdepartement entscheidend. Die Verhandlungen über diese Zusammenarbeit und Planung sind am Laufen. In nächster Zeit wird sich entscheiden, wie wir weiter arbeiten werden. Wir hoffen natürlich, dass die Chancen dieses Projekts vom Gesundheitsdepartement gesehen werden und wir gemeinsam grosse Schritte zum Wohle der Bevölkerung machen können. 

Story von Nicole Imboden: Die letzten Wochen waren ausgefüllt und vieles musste erledigt werden. Eine Dienstübergabe und ein Abschiedsfest gingen nicht emotionslos an uns vorüber und es war gut, der gegenseitigen Wertschätzung Ausdruck zu geben. In der Schweiz angekommen merkte ich deutlich, wie ein Teil meines Herzens in Madagaskar geblieben ist und da auch bleiben wird. Ich geniesse neben den mir lieben Menschen auch die Freiheiten die ich wieder habe: Einfach mal schnell in die Aare zu springen, ein Waldspaziergang machen, nicht aufzufallen und auch ohne zu verhandeln etwas zu kaufen. Im Moment ist das Vertraute jedoch noch nicht ganz wieder vertraut und auch ein paar eher lustige Situationen erinnerten mich daran, dass es hier anders läuft. So zum Beispiel genügt es nicht, mit dem Busfahrer über die Haltestelle gesprochen zu haben. Ohne den Knopf zu drücken hält er einfach nicht! ;-) Ja – es ist schön in der Schweiz! Und ja - Madagaskar du bleibst ein wichtiger Teil meiner Welt.