Blog 39  (09.05.2015)

Wir sitzen weiter auf einem Schnellzug und es ist kaum zu glauben, dass es bereits Mai ist. In den letzten Wochen pausierten wir mit unseren Einsätzen, da das Gesundheitsdepartement in der Region Alaotra-Mangoro  eine grosse Aktion durchführte. Unsere Partner waren daher unabkömmlich. Wir werden mit der dritten Intervention: Besuch jedes einzelnen Gesundheitscenter, per anfangs Juni starten. Daniela und Mirindra, unsere beiden Ärzte, sind bereit, wiederum grosse Strecken zurück zu legen und einige abenteuerlichen Fahrzeuge zu besteigen.  
Für zwei Wochen führen wir einen Intensivkurs durch, wobei die AiNA soa Ärzte ihr Wissen vertiefen können und zwei Lehrpersonen von INSBC in unseren Themen weitergebildet werden.  Die Weiterbildung wird bislang von allen geschätzt und es macht echt Spass, zusammen zu lernen.
Gestern trafen wir uns mit dem Verantwortlichen für die Gesundheit des madagassischen Militärs. Der General äusserte sich positiv über unser Lehrmaterial und bat uns seine Lehrpersonen in Erster Hilfe weiter zu bilden. Wir besprachen auch den Nutzen einer Harmonisierung der Ersten Hilfe in Madagaskar. Das Militär arbeitet bei Grossanlässen mit dem Roten Kreuz und der Feuerweher zusammen. Wir hoffen nun, es gelingt dem General alle Akteure der Ersten Hilfe an einen Tisch zu bekommen, so dass ein einheitliches Vorgehen für Madagaskar festgelegt werden kann.
Das englische Buch ist nun an der Überarbeitung, nachdem die medizinischen Mitarbeitenden von Mercy Ships schon fast alle Kapital korrigiert haben. Letzte Woche konnten wir ihnen persönlich danke sagen. Was es doch für ein Gewinn bringt, wenn wir alle zusammenarbeiten!
Story von Nicole Imboden: Ja, ich hatte die Möglichkeit ein Wochenende aufs Mercy Ships zu gehen und alte Zeiten wieder aufleben zu lassen. Es war eindrücklich zu sehen, wie sich das Schiffsleben verändert hat. Ich muss sagen: zu seinem Besseren. Vieles ist organisierter und die Menschen scheinen zufriedener und ausgeglichener. Es war schön die Frauen zu treffen, die so viel für uns gearbeitet haben und es war schwierig in Worte zu fassen, wie sehr sie uns damit gesegnet haben.
Doch das ist nicht alles. Zuvor war ich auch noch ganz kurz in der Schweiz. Dies war ungeplant: am Freitag (03.04.2015) wurde ich von einer Kollegin angefragt ob ich eine Patientin nach Paris begleiten könnte. Die Eltern der Kranken würden mein Ticket bezahlten. Am Samstagmittag war es definitiv und nachts ging es los.  Die Repartierung verlief ohne grössere Probleme und so war ich plötzlich zu Hause! Dieser schnelle Sprung war schon etwas lustig und ich leicht neben den Schuhen, so meinte ich zum Beispiel zu den Hoene- Mädels: „Guckt mal da vorne - da sind auch weisse Leute!“  Die Kinder: „ eh???“  Es war schön und ich freue mich nun, schon bald wieder ganz in der Schweiz zu wohnen.