Blog 36  (31.12.2014)

Der letzte Tag im Jahr 2014 und wir hätten schon lange schreiben sollen… Doch das kennen wir alle: Vor den Ferien ist noch dies und das wichtig.
Am Weihnachtsfest liessen wir gemeinsam das Jahr Revue passieren. 
Was wurde alles erreicht und was waren die Highlights?

AiNA soa hat einen lokalen Leiter erhalten und das Team ist komplett.

Wir haben 646 Mitarbeitende von den primären medizinischen Versorgungszentren in Erster Hilfe weitergebildet.

323 Studierende von Weiterbildungskursen von INSPC wurden unterrichtet.

404 Freiwillige aus den Dörfern erlernten Erster Hilfe Massnahmen.

Zwei Lehrbücher wurden vom Gesundheitsministerium validiert.

2‘500 Lehrbücher wurden gedruckt-

Das Jahr ging nicht ohne Stürme vorüber und vieles konnten wir dabei lernen. Nicole Imboden sinnierte: "Das Baby ist nun geboren und es gehört jetzt euch zur Pflege".  Spitzbübisch meinten jedoch die Madagassen: “Aber das Baby braucht doch noch Muttermilch!" In der Tat gibt es noch einiges, was wir lernen müssen und dazu hält das Jahr 2015 seine Herausforderungen bereits parat für uns:

Nötiger Erlass vom Gesundheitsminister an die Mitarbeitenden der primären Gesundheitszentren, wodurch die Ausbildung von Freiwilligen zu deren Aufgaben wird  

Finanzielle Unterstützung, welche die Jahresaktivitäten deckt

Stärkere Vernetzung mit der Regierung und Hilfsorganisationen

Erste Hilfe als nationales Thema und Synchronisierung zwischen den Akteuren

Team: Umsetzung von Erkanntem und Steigerung der Quantität und Qualität

Zitat Leitbild: „Menschen helfen Menschen. Menschen sollen befähigt werden anderen Menschen zu helfen. Dies ist der primäre Zweck des Vereins AiNA soa.“ Der Weg ist somit Teil des Ziels und wir laufen gemeinsam weiter. Im Jahr 2015 fokussieren wir  auf die Region Alaotra Mangoro, welche grösser als Belgien ist, aber weniger als 1 Million Menschen bewohnen. Vier Spitäler gibt es in der Region und auf 1 Arzt kommen 13‘500 Menschen. 
Es gibt viel zu tun und wir sind hochmotiviert!

Story von Nicole Imboden: Regenzeit – schöne Zeit! Ich liebe es wenn es auf das Wellblechdach prasselt, so dass ich denke, die Welt geht sicher bald unter. Leider funktioniert das Abwassersystem nicht für diese Massen und so schwamm das Parkett auch schon durch die Büroräume. Kein Problem, die Madagassen setzten das Puzzle mit Geduld wieder zusammen.
Weihnachtszeit – komische Zeit! Wie kann es Weihnachten sein bei 30 Grad? Doch dank einem Paket aus der Schweiz mit Geschenken und Weihnachstguezli merkte auch ich, dass es nun Weihnachten ist. Geschenke machen ist jedoch erst recht schön, vor allem da die Madagassen sich nur wenig schenken. Ein Kinderplanschbad entzückt nun die ganzen Nachbarkinder und das Kindergekreische erfreut mein Herz. Ein rotes Auto wurde für einen zwei Jährigen zum erklärten Schatz und ungeniert quietschte er seine Freude heraus. Na wenn das nicht einfach Spass macht!

Ich wünsche euch allen ein gesegnetes, erfolgreiches und fröhliches 2015