Blog 33  (07.07.2014)

Blog 33

Die Gesichter sind ernst und die Augen aufmerksam. AiNA soa unterrichtet im Kurs für Notfälle und Katastrophen von INSPC. Die Studenten sind voll dabei und zeigen im praktischen Teil, dass sie das Gelernte verstanden haben. Es ist immer wieder eindrücklich zu sehen, wie nötig und willkommen unsere Arbeit ist. Wir motivieren nebenbei die Gesundheitsmitarbeitenden ihr Wissen weiterzugeben und Teil der Veränderung in Madagaskar zu sein.

Das haben wir nicht erwartet! Daniela unsere stille Ärztin steht mit grosser Selbstverständlichkeit vor die Studenten und lehrt mit viel Begeisterung und Begabung. Sie macht es so gut, dass sie nächsten Monat bereits auf ihren ersten eigenen Einsatz geht. Das ist für das ganze Team eine Ermutigung! So können wir besser planen und nun auch die Freiwilligen mit in unsere Zielgruppe nehmen.

Im Moment arbeiten wir an unserer Strategie, so dass wir die Basis, also die Dörfer bzw. die Freiwilligen noch besser erreichen können. Wir werden neben unseren Verpflichtungen in einem Gebiet noch direkter mit den Gesundheitsmitarbeitenden, den Freiwilligen und der lokalen Regierung zusammen arbeiten. Wir hoffen dadurch wertvolle Vorgehensweisen für nächstes Jahr zu entwickeln. AiNA soa bewegt sich stetig – manchmal sichtbar und dann mehr im Verborgenen.  

Noch eine letzte Meldung: AiNA soa zieht um. Auf Grund der Sicherheit ist es besser, dass jemand in unmittelbarer Nähe des Büros wohnt. Nun haben wir ein gutes Objekt gefunden: Ein Haus mit zwei Stockwerken und neben an eine Wohnung. Alles zusammen kostet dies nur CHF 50 mehr als die jetzige Wohnung und wir können den Betrag durch drei teilen. Nicole Imboden wohnt wieder mit im Haus und Laza + Ioly Andriatiana ziehen in die Wohnung neben an. Das ist eine ideale Situation und dabei kosteneffektiv.

Story von Nicole Imboden: Geschenke – sie kommen oft unerwartet! Die letzten zwei Wochen gab es grad ein paar davon! Danhy und Mampionona Ratsimbason haben zugesagt im Leitungsteam mit zu arbeiten und so langfristig Ioly und Laza zu unterstützen. Unser Auto ist ja ein Relikt aus früheren Zeiten. Als wir über einen Pass fuhren, merkte ich wie die Bremsen plötzlich nur noch schwer griffen. Da es hier keinen Abschleppdienst gibt, fuhr ich wie auf rohen Eiern nach Hause. Flavio aus Adelboden arbeitet zurzeit in der MAF Garage (im Rahmen seines Zivildienstes) und meinte: es hätten ca. noch 30% der Bremsen gegriffen… Er arbeitete viele Stunden an unserem Auto und ich dachte mit Schrecken an die hohe Rechnung. Flavio meinte jedoch wir sollen uns keine Sorgen machen und er helfe uns gern. So könne er mal direkt und vor Ort unterstützen! Famoser junger Mann und ein riesen Geschenk für uns! Gestern überraschten mich Freunde von Helimission mit der Frage: Willst du mal Heli fliegen? Es hätte noch ein Platz frei und die Piloten-Frau meinte, sie wolle lieber einer Person die Möglichkeit geben die so bislang keine hätte! Am Samstag ist der Flug und am Freitag davor habe ich Geburtstag. Die zwei wussten das nicht und auch nicht, dass dies schon immer ein grosser Wunsch von mir war! Was für Geschenke!