Blog 32  (06.06.2014)

Blog 32

Madagaskar – Schweiz eine Distanz von 8‘340 km!

Immer wieder wird diese Distanz im Alltag spürbar. Das Madagassische "mora, mora"– "langsam, langsam" geht sehr tief. Die Bürokratie, sowie fast alles bewegen sich nur stoisch.  AiNA soa lebt in diesem Umstand. Auch die Mitarbeitenden selber kennen nichts anderes und obwohl erkannt, so brauchen sie viel Kraft, um dagegen an zu arbeiten. So strengt sich das ganze Team an, um effizient und produktiv zu werden. Wir stehen auch unter einem gewissen Druck:

·         Finanziell brauchen wir einen Durchbruch, da unsere Reserven am Schwinden sind. Das deutsche Angebot "Betterplace" versuchen wir zu nutzen. Seit drei Monaten arbeiten wir intensiv daran, mehr private und auch offizielle Spender zu erhalten. Der Wettbewerb ist gross und so müssen wir noch stark an unserem Auftritt arbeiten.

·         Das Lehrbuch wird von allen, die wir unterrichten sehnlichst erwartet. Wir werden stets darauf angesprochen. Für die Monate Juni und Juli haben wir deshalb das Lehrbuch als Priorität gesetzt. Gestern haben wir erfahren, dass die externe Korrektur des madagassischen länger benötigt als erhofft und so wird eine Validierung erst anfangs September 2014 stattfinden.

·         Daniel unser Arzt, auf den wir grosse Hoffnungen setzten, hat unerwartet aus familiären Gründen gekündigt. Daniella, die anfangs Mai startete, wird nun angelernt. Leider braucht dies so viel mehr Zeit, als man es sich vorstellen kann, da sich das Bildungsniveau sehr von der Schweiz unterscheidet. Nicole Imboden steht somit weiter unter einer Mehrfachbelastung.

In all diesen Herausforderungen entwickelt sich AiNA soa weiter und die Mitarbeitenden wachsen daran. Es ist ermutigend zu sehen wie sehr sie bereit sind, sich einzusetzen und immer wieder ihr Bestes zu geben.  

Story von Nicole Imboden: Ferien! Christof kam nach Madagaskar und dies war ein guter Grund, um mit ihm das Land zu erkunden. Bislang habe ich meist nur immer in einem gewissen Bezirk gearbeitet. Nun endlich konnte ich das Land bereisen und seine Vielfallt bestaunen. Die Landschaften sind wunderschön. Das Hochland mit seinen vielen Hügeln, Reisfeldern und den unzähligen Dörfern, der Regenwald mit seiner grossen Vielfalt, Inseln mit Traumstränden und der Süden mit seiner Trockenheit und den bizarren Felsformationen. Eine Reise wert! Das Land kann man verschiedentlich bereisen. In Gruppen, mit eigenem Auto aber nur mit Fahrer dazu oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – was jedoch eine gewisse Abenteuerlust erfordert. Tonga soa – Willkommen in Madagaskar!