Blog 31  (11.04.2014)

Blog 31

Wir arbeiten dieses Jahr in zwei Landesregionen. Nun erleben wir am eigenen Leib, wie gross die Insel ist. Kurze Strecken sind schnell einmal 110 km in der Distanz. Die besten Strassen sind der Qualität etwa wie eine akzeptable bis schlechte Hauptstrasse in der Schweiz. Auf den grössten Verkehrsachsen wird man immer wieder von grossen Schlaglöchern überrascht. So verbringen wir lange Tage auf der Strasse, um in diesen zwei Regionen die Gesundheitsmitarbeitenden zu unterrichten.

Weiter erleben wir ein reges Interesse an unserem Lehrmaterial und es scheint wichtig, dass die verschiedenen Abteilungsleiter des Gesundheitsministeriums einen Beitrag leisten können. Daniel ist damit beschäftigt, die Informationen zu sammeln und zu bearbeiten. Die Arbeit am Buch geht somit weiter  - aber sicher nicht mehr lange. Wir sind aber davon überzeugt, dass es dadurch noch eine bessere Akzeptanz und Wichtigkeit erhält.

Rosmarie ist in die Schweiz zurückgekehrt. Sie war eine echte Bereicherung und wurde vom ganzen Team schnell ins Herz geschlossen. Sie unterstütze Nicole Imboden in der Ausbildung des jungen Arztes und half unkompliziert überall wo sie konnte. Heute kamen zwei deutsche Frauen, die uns und ein anderes Projekt für drei Wochen unterstützen. Für uns sind diese kurzen Einsätze mit etwas Umtrieb verbunden, aber es gibt auch frischen Wind und es ist spanend zu sehen, wie sie unsere Arbeit wahrnehmen.

Laza hat seit dem 01.04.2014 offiziell die Leitung vor Ort übernommen. Mit einer kleinen Feier erfolgte die Stabsübergabe. Damit er den Segen, den wir ihm zusprechen nicht nur hören, sondern auch fühlen konnte, setzten wir ihn in ein Kinderbecken und übergossen ihn symbolisch mit Wasser. Seine Frau war natürlich eingeweiht und hielt die trockenen Kleider bereit. Wir schenkten ihm einen kleinen Orangenbaum – beides, der Baum, sowie AiNA soa soll unter seiner Pflege wachen.

Story von Nicole Imboden: Andasibe ist ein kleines Paradies für die Lemuren. Vier Stunden von der Hauptstadt entfernt, leben die Indris im Regenwald. Sie sind die grössten Lemuren auf Madagaskar und gruppieren sich in Familienverbänden. Ihre Laute zum kommunizieren haben etwas Walähnliches und können weit gehört werden. Am Morgen deklarieren sie ihr Revier, was einen lauten Klamauk ergibt, ansonsten sind sie jedoch eher still. Nicht weit vom Nationalpark, auf einer kleinen Insel leben die Katas – ja, das sind die Lemuren mit den Ringelschwänzen – wie sie im Cartoon “Madagaskar“ vorkommen. Mit einem Kanu kann man die Lemuren besuchen, welche recht zahm sind und sich füttern lassen. Für alle, aber vor allem für Kinder, ist es ein schönes Erlebnis, diesen putzigen Tieren so nah zu sein.