Blog 29  (15.02.2014)

Blog 29

Schlag auf schlag -  so kommt es uns vor. Gestern war die Tagung mit den Ministern des Gesundheitsdepartements infolge dessen unser Buch validiert hätte werden sollen. Leider haben sich nur die wenigsten vorbereitet oder überhaupt ins Buch rein geschaut. So waren die Bemerkungen wenig Stichhaltig und meist auf die Sprache bezogen. So etwa: „man merkte, dass es sich um eine Übersetzung handelte“. Einige Bemerkungen bezogen sich um erlasse das Gesundheitsministerium, welche wir nicht kannten und so nicht einbezogen haben. Im weiteren Vorgehen werden wir nun Ergänzungen vornehmen und es allen elektronisch zusenden. Es soll erneut eine ½ -tägige Tagung stattfinden wonach das Buch validiert sein sollte.

Bislang haben alle Verantwortlichen (MI) von den Gesundheitscentren unser Angebot angenommen. An drei regionalen Treffen konnten wir bereits Weiterbildungen abhalten. Die Schulungen wurden gut aufgenommen und der praktische Teil überzeugte auch die letzten Skeptiker. An allen drei Standorten wurden wir gebeten wieder zu kommen. Die Gruppen die wir unterrichten sind nicht homogen (unterschiedliches Dienstalter und Ausbildung) so besteht in der Gestaltung des Unterrichtes eine gewisse Herausforderung.  Wir unterrichten jeweils zwischen 40-50 Personen.

Daniel Rakotomempianina hat diese Woche gestartet. Er studierte Medizin und kommt frisch von der Universität. Er freute sich sehr über die Stelle da es sein Herzenswunsch ist zu unterrichten und nicht primär zu praktizieren. Für uns ein Glücksfall und zudem scheint es, dass er sehr gut ins Team passt.

Die Schweizer Botschaft in Madagaskar hat uns eine Spende zum Bücherdruck zugesagt. Das H+ in Aarau, im Rahmen ihres 40-jährigen Bestehens, haben uns auch eine Spende für diesen Zweck in Aussicht gestellt.  Natürlich haben wir uns darüber total gefreut und bedanken uns auch an dieser Stelle von ganzem Herzen dafür.

Story von Nicole Imboden: Die Belastungsgrenze meines Motorades haben wir bei unseren Touren zu den Unterrichtsorten geprüft und meine gleich mit! Wir packen das arme Ding so voll das es einige Kraft braucht beim Stopp- und Go-Verkehr die Balance zu halten. Leider bin ich bislang die einzige Lenkerin. Im chaotischen Stadtverkehr für 1 ½ Stunden mit einem überladenen Töff – kein Spass. Wir denken nun daran ein Auto zu kaufen. Mark, ein Schweizer, hat einen Renault 4L – ja, ja diese kleinen, alten Autos die in der Schweiz bereits als Liebhaber-Modelle gehandelt werden.  Als wir im Team das für und da wieder besprachen meinte Danhy: „ jedenfalls sind sie so leicht, dass sie einfach zum Stossen sind“. Nur in einem Land wie Madagaskar ist das ein ernst zu nehmender Aspekt! Diese Autos findet man auf der ganzen Insel und daher auch Ersatzteile sowie Mechaniker, die sich damit auskennen. Leider braucht Mark sein Auto noch bis Juni und so müssen wir uns noch etwas gedulden. Ein Slogan unter unserem Aufkleber (AiNA soa) steht jedoch schon fest: „ Glaub uns – wir wachsen noch!“