Blog 23 (18.07.2013)

Blog 23

Wir haben auf einige Rückmeldungen gewartet, da wir möglichst ein klares Update geben wollen.
Diese Woche haben wir vom nationalen Institut für öffentliche und allgemeine Gesundheit (INSPC) die Zusage für 5 x 16 Unterrichtsstunden erhalten. Wir können so in fünf verschiedenen Kursen von INSPC unterrichten. Diese Studenten werden später ihr Wissen an die Bevölkerung weiter geben. Heute hatten wir eine Sitzung mit Dr. Sahondra, Direktorin für Gesundheit in den Distrikten, und auch hier eine Zusage bekommen. Wir können die Mitarbeitenden der Gesundheitszentren (GZ) weiterbilden und dürfen sie anleiten, wie sie Freiwillige ausbilden können. Die Mitarbeitenden der GZ haben alle zwei bis drei Monate ein Treffen und an diesen Treffen können wir unsere Themen lehren. Sie sagte, dies hätte noch niemand gemacht und es sei sehr gut, wenn die Mitarbeitenden eine Weiterbildung darin erhalten. Der Traum der effektiven Multiplikation kann also wahr werden!

Wir sind daran, Gelder für nächstes Jahr zu beantragen. Stiftungen, Clubs und Stadtregierungen in der Schweiz wurden bislang angeschrieben. Internationale Fonds haben wir auch angeschrieben, aber das ist in unserer Grösse noch etwas schwierig. Falls jemand noch eine Idee hat wie wir Spendengelder erhalten können – bitte informiert uns!

Bilder sind in unserem Unterrichtsmaterial elementar. Viele Madagassen haben nur die Grundschule besucht und Bilder helfen sehr, medizinische Gegebenheiten zu verstehen. Bislang haben wir noch keinen Zeichner gefunden, welcher körperliche Proportionen einigermassen hinkriegt. Viele kennen sich auch nicht mit Zeichnen auf dem Computer aus. Wir haben sehr präzise medizinische Bilder im Internet gefunden. Diese können gekauft werden. Der Preis übersteigt jedoch bei weitem unsere Möglichkeiten. Ein Bild kostet so um die 400 US Dollar. So haben wir die Firma angeschrieben und gefragt, ob sie Bilder spenden können und unser Projekt damit sponsern. Wir warten jetzt auf ihre Antwort.

Story von Nicole Imboden: Madagassische Bürokratie ist ein kulturelles Erlebnis! Ich erhielt einen Anruf, dass wir ins Büro für Innere Angelegenheiten kommen sollten. Klar machen wir. Uns wurde aber gesagt, wir sollten uns nochmals telefonisch melden, ob der Termin steht. Klar machen wir. Aber niemand antwortete auf unseren Anruf. So bleiben wir zu Hause und versuchen es weiter. Um halb zehn (am selben Tag) steht ein Polizist vor der Tür, mit einer schriftlichen Einladung vom Büro für Innere Angelegenheiten. Er sagt, wir sollen morgen um 10:00 Uhr erscheinen. Klar machen wir.
Wieso wir nicht schon gestern gekommen wären? Was nun, aber gestern hat niemand auf unsere Anrufe geantwortet und der Polizist sagte morgen??? Nach 1 ½ Stunden Befragung wurde auch noch unser Büro begutachtet. Das  Taxi mussten wir ebenfalls zahlen. Klar machen wir. Als nun der staatliche Beamte noch die Toilette inspizierte, musste ich mir das Lachen verkneifen.
;-) Wir sollten uns melden, gäbe es Veränderungen. Klar machen wir. Was mich sehr freute war, dass wir nicht um Schmiergelder angefragt wurden. Nun hoffen wir das unsere Anerkennung als Hilfsorganisation vor der Wahl eintrifft, damit die weiteren Papiere erledigt werden können, bevor unsere Kontakte ev. abgesetzt werden.