Blog 15  (10.03.2013)

Spannende Zeiten für AiNA soa! Kann es wirklich sein, dass wir mit der Regierung von Madagaskar zusammenarbeiten können um die Gesundheitsversorgung an der Basis, in den Dörfern von Madagaskar zu verbessern? Soll dieses hochgesteckte Ziel wirklich schon so bald greifbar werden?
Letzte Woche trafen wir uns mit dem Direktor vom Ministerium für öffentliche Gesundheit (Ministère de la santé publique et communautaire – INSPC). Wieder wurden wir gefragt was unsere Ziele in Madagaskar seien. Das Erstaunen ist jeweils gross, wenn wir erklären, dass wir unterstützen möchten und nicht mit einem vorgefertigten Programm erscheinen. Unser Ansatz zu fragen wie wir zusammen das Ziel erreichen können ist, so scheint es uns im Moment, ein neues Konzept für unsere Gesprächspartner. Der Direktor von INSPC hat jedoch schnell die Gelegenheit genutzt und uns um Mithilfe in seinem neuen Projekt gebeten. Sie planen in jeder Region von Madagaskar eine Schule zu eröffnen um Menschen in der Basis der Gesundheitsversorgung auszubilden. Als erstes sollen 440 Personen ausgebildet werden. Der Projektvorschlag liegt jedoch seit September 2012 beim Departement für Gesundheit zur Entscheidung vor. Wir wurden somit als Erstes gebeten mit ihnen zusammen beim Gesundheitsdepartement vorzusprechen um das Prozedere anzuregen. Weiter haben wir besprochen, dass wir uns im Moment auf die Erstellung von Schulungsmaterial konzentrieren. Wird das Projekt bewilligt, werden wir weiter sehen wie die Zusammenarbeit konkret gestaltet werden kann. Das Projekt scheint jedoch genau dasselbe Ziel zu verfolgen wie wir dies haben und dazu wäre der Wunsch einer Partnerschaft mit der Regierung auch erfüllt. Vieles ist noch ganz in der Schwebe und alles kann noch ganz anders werden. Daher ist es fraglich ob der Prozess so im Internet kommuniziert werden soll. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Leser die unklare Situation verstehen und Interessen daran haben diesen, noch unklaren Prozess, mit zu erleben. Begleiten Sie uns daher weiter auf dieser spannenden Reise und schauen Sie mit uns wie das Ziel erreicht werden kann.

Story von Nicole Imboden: Kleine Details aus dem etwas andern Alltag! Das Frühstück schmeckt mir hier besonders – jeden Tag ein frisches Baguette! Ein Vermächtnis der Franzosen – Merci beaucoup! Wasservorräte besser bis acht Uhr auffüllen, den meist gibt es keines mehr bis nach dem Mittagessen. Das beste Gemüse wird am morgen früh auf dem Markt verkauft. Für Langschläfer besteht die Möglichkeit etwas minder Wahre später einzukaufen oder sich zu organisieren. Einkaufen ist wie ein Puzzlespiel, denn die lokalen Verkäufer sind billiger und erst noch besser. Sie haben aber nur eine kleine Auswahl und so wird das Benötigte zusammen gesammelt. Freunde haben mir gezeigt, welche Verkaufsstände sie bevorzuge und mich in das zum Teil verwirrende Vorgehen eingeweiht. Anstelle von Hausglocken wird hier Hudrio gerufen, was heisst: ich bin hier! Mandruso wird geantwortet  - geh weiter, verstanden wird damit - komm rein. Vasa bedeutet weisser Mensch – das wird oft gerufen ohne verletzten zu wollen – es ist einfach eine Feststellung, sicherlich jedoch eine Gewöhnungssache! Fussgänger haben keinen Vortritt und Zebrastreifen werden nicht beachtet. Die Gehsteige werden für Verkaufsstände gebraucht. Erstaunlich wie wenige Unfälle dabei passieren! Sobald es dunkel wird eilen die Madagassen nach Hause. In der Dunkelheit läuft niemand einfach so herum. Abend sind die Madagassen zu Hause und geschlafen wird früh. Das WC Papier darf nicht in der Toilette landen – ein voller Eimer ist daher keine Freude! Die Taschenlampe und Kerzen sind besser in Griffbereitschaft und die Batterie des Computers geladen. Gekocht wird mit Gas und so steht auch bei Stromausfall einem warmen Essen nichts im Weg. Lärm ist kein Thema in Madagaskar, es herrscht absolute Freiheit. Niemand ärgert sich über laute Musik - unsere Nachbarn lieben Celine Dion! Und Hunde sind zum Bellen da! Moro Mora – langsam langsam – Madagaskar, herrlich anders!