Blog 13  (24.02.2013)

Blog 13 (24.02.2013)

Das Team von AiNA soa Madagaskar ist seit einer Woche komplett. Die neuen Mitarbeiter haben sich schnell im Team eingelebt und bringen eine gute Portion Begeisterung mit. Jimmy, im Sekretariat, hat geschwind herausgefunden, dass er vieles selber herausfinden muss und nach den ersten Erfolgen auch Spass daran gefunden. Die junge Ärztin, Tiana, hat sich gut vorbereitet und ihre Hinweise empfinden wir jetzt schon als sehr wertvoll. Die jungen Leute arbeiten konzentriert und ruhig, in den Pausen wird jedoch fröhlich geplappert. Das Team stellt sich Ihnen unter VISION und Mitarbeiter der Organisation vor.
Eine Besprechung bezüglich der Vorgehensweise hat im Gesundheitsministerium stattgefunden, was leider nicht nicht sehr ermutigend war. Uns wurde aufgezeigt, dass wir uns auf eine oder zwei Regionen in Madagaskar beschränken müssen und eine nationale Herangehensweise nicht möglich sei. Diese Information haben wir entgegen genommen und auch besprochen. Nicole Imboden möchte jedoch erst noch abklären, ob es nicht dennoch einen Weg gibt, dazu möchte sie das Treffen mit Dr. Rolland nutzen, welches auf Montag, 26.02.2013 geplant ist.

Story von Nicole Imboden: Gestern habe ich einige ältere Menschen untersucht. Sie kommen alle Monate zu einem Seniorentreffen von Jugend mit einer Mission (JMM). Berührt hat mich der liebevolle Umgang der Mitarbeitenden und die fröhliche Stimmung. Die alten Leute sind bitter arm. Ihre Kinder versuchen sie zu versorgen, haben aber oft auch nur sehr wenig. Sie essen täglich zweimal Reis und ein besonderes Gemüse aus Blätter, den schon die Karotten sind teuer für sie, obwohl diese nur ca. 80 Rp. pro Kilo kosten. Ratschläge hinsichtlich Ernährung sind daher wenig wirksam. Die Mitarbeitenden von JMM besuchen die Senioren wöchentlich und versuchen ihnen zu helfen.
Damit eine halbseitig gelähmte Frau an der Veranstaltung teilnehmen kann, wird sie jeweils ins Auto getragen und für den Anlass wird ein Bett hergerichtet. Es ist für sie die grosse Abwechslung im Monat. Neu werden die Mitarbeitenden sie einmal pro Woche waschen, denn bei der Untersuchung klagte sie über Juckreiz. Herauskam, dass sie nur einmal im Monat gewaschen wird und das bei einer Bettlägerigkeit!
Die Hilfe von JMM ist vielseitig: Ein 70 Jahre alter Herr zum Beispiel, war immer noch als Lastenträger tätig. Da er, wie die meisten Madagassen, keine Rente erhält, keine Kinder hat und kein Erspartes besitzt, muss er immer weiter arbeiten. JMM hat ihn unterstützt, so dass er nun einen kleinen Verkaufsstand betreiben kann und nicht mehr Lasten tragen muss. Die Unterstützung der Seniorinnen und Senioren durch JMM ist bemerkenswert, da sie liebevoll und mit viel Achtung geschieht.