Blog 9  (27.01.2013)

Blog 9

Morgen, Dienstag 29.01.2013 ist AiNA soa, vertreten durch Nicole Imboden, seit einem Monat in Madagaskar! Hier ist eine kurze Zusammenfassung was bisher stattgefunden hat:

  • Geeignete Büroräume wurden gefunden
  • Zwei Mitarbeiterinnen konnten eingestellt werden
  • Das Büro wurde teilmöbeliert und das Internet eingericht
  • Die Computer sind per Seefracht eingetroffen und wurden in Antsirabe abgeholt
  • Einige wichtige neue Kontakte konnten geknüpft und alte aufgefrischt werden
  • Der Visumsantrag von Nicole Imboden wurde am 28.01.2013 mit allen nötigen Beglaubigungen eingereicht
  • Jobanzeigen für weitere Mitarbeitende wurden aufgegeben

Die Arbeit im Büro von AiNA soa startet offiziell am 29.01.2013 mit einem Dreier-Team. Bislang lief alles wie geplant. Grössere Schwierigkeiten traten keine auf und AiNA soa befindet sich auf einem guten Kurs. Wir sind begeistert und freuen uns darauf, mit der eigentlichen Arbeit loszulegen.

Story von Nicole Imboden: Um ein Langzeitvisum für Madagaskar zu erhalten, muss ein echter Spiessrutenlaufen absolviert werden… Es ist schon grossartig, dass es gelingt, mit einem umwandelbaren Visum einreisen zu können. Dadurch wurden bereits erfolgreich mehrere Dokumente, zum Teil aus Madagaskar, eingereicht. In Madagaskar selber, fängt es wieder von vorne an. Zuerst erfolgt die Registrierung durch den Fuktan – eine Art Bürgermeister, welcher die Einwohner von einem Bezirk erfasst. Das Distriktsbüro benötigt diverse Unterlagen, in welchen hervor geht, dass die Person wirklich die Person ist, welche sie vorgibt zu sein. Das Innenministerium händigt Formulare aus und an der Tür hängt eine Liste von Unterlagen, die es gilt zusammenzutragen. Die Papiere müssen alle beim Distriktsbüro beglaubigt werden. Ohne die entsprechenden Stempel geht gar nichts. Erst wird jedoch noch ein notweniges Papier vom "Amt für Arbeit" benötigt. Um diese zu erhalten, müssen wiederum einige Formulare eingereicht werden. Konfus? – ja, war ich auch ;-)! Gerade das Papier vom "Amt für Arbeit" ist sehr schwer zu erhalten. Als ich es nach drei Tagen in den Händen hielt, waren alle die diesen Spiessrutenlauf schon hinter sich hatten, sehr erstaunt. Mein “Glück“ war eine sehr engagierte Direktorin und meine Unverfrorenheit, sie um Hilfe zu bitten. Heute also, um 09:30 Uhr, konnte ich alle benötigten Papiere einreichen! Durch das Zusammentragen all dieser Papiere kommt man ganz schön rum in der Stadt. Diese Möglichkeit kann genutzt werden, um das Bussystem zu erkunden, beim Warten vor irgendeinem Büro ins Gespräch mit Einheimischen zu kommen und die Stadt besser kennen zu lernen. Eventuell ist das eine madagassische Strategie der Integrationsförderung? :-)