Blog 8  (20.01.2013)

Blog 8 (20.01.2013)

Der Sommer hat uns fest im Griff – so wie der Winter, laut Nachrichten, die Schweiz! Hier läuft es weiterhin gut und das Büro von AiNA soa nimmt Gestalt an. Erste Tische, Stühle und ein Gestell wurden gekauft. Die Seefracht ist und somit auch der Computer für die Mietarbeitenden angekommen. Sie konnte in Antsirabe abgeholt werden. Mariane Hoana und Nicole Imboden gingen sie mit dem Taxi Brus abholen. In Antsirabe konnten sie bei einer 74 jährigen Schweizerin übernachten, welche ein Gästehaus unterhält. Betli ist eine beeindruckende Frau aus dem Berner Oberland. Sie hat schon in vielen Ländern gelebt und geniesst in Madagaskar seit 12 Jahren die Herausforderung, ihren grossen Garten und das Bewirten der Gäste. Philip, ein weiterer Schweizer auf Besuch, half das Gepäck abholen und es sicher in ein Taxi Brus zu verstauen. Mit neuen Freunden und fünf Schachteln sind die zwei wieder zurückgekommen. Laleina, eine junge Madagassin mit einem Master in Management wurde eingestellt. Sie beginnt nächste Woche. Der abschliessende Visumsantrag von Nicole Imboden ist umfangreicher als erwartet. Diese Woche müssen daher verschiedene Behördegänge unternommen werden. Nächsten Dienstag, am 29.01.2013, genau einen Monat nach der Ankunft von Nicole Imboden kann die Arbeit von AiNA soa im eigenen Büro offiziell und mit ersten neuen Mitarbeitenden gestartet werden.

Story von Nicole Imboden: In Madagaskar gibt es auf den grösserren Verbindungsstrecken immer wieder Polizei- und Militärkontrollen. Was kann man also machen, wenn man als Taxi Brus nicht kontrolliert werden will? - Ganz einfach das Erkennungsschild des Taxi Brus abnehmen und dafür Daten mit Bild einer verstorbenen Person an die Windschutzscheibe kleben, wohlgemerkt an die Frontscheibe – damit sicher gut ersichtlich. Wir wurden somit zu einer Trauerfamilie und keiner Kontrolle mehr unterzogen. Der Trick funktionierte einwandfrei und alle nahmen es mit viel Humor auf. Vorteil war zudem, dass wir durch diese Umbenennung nicht in die Busstation rein fuhren, wir konnten ohne Bedrängnis ein Taxi suchen, welches uns mit all den Schachteln gut nach Hause brachte. Die kreativen Ideen der Madagassen erstaunen sogar die Madagassen selber! ;-)