Blog 6 (06.01.2013)

Blog 6 (06.01.2013)

Seit einer Woche ist AiNA soa durch Nicole Imboden in Madagaskar vertreten. Trotz Feiertage erfolgten einige wichtige Anfangsschritte.

Die Bürosuche konzentrierte sich auf ein Gebiet in Antananarivo. Talatamaty ist ein Stadtteil nahe dem Flughafen. Einige Hilfsorganisationen haben sich in der Umgebung niedergelassen und nicht wenige Ausländer leben im Stadtteil. Talatamaty bietet alles, was man für das tägliche Leben benötigt: einen Markt, ein Einkaufszentrum, eine Bank und eine Post. Fiona Rabesson fand eine gute Wohnung. Nach etlichen Vergleichen bestach sie durch die Lage, die Sicherheit, die Wasserversorgung (eigener Ziehbrunnen), die bestehende Infrastruktur, sowie zwei Schildkröten im Garten. Am 08.01.2013 kann die Wohnung übernommen werden.  

Zwei Teilzeitmitarbeiterinnen wurden angestellt. Ioly arbeitet lange mit Jugend mit einer Mission (JMM) zusammen. Sie ist den Umgang mit Ausländern gewohnt und hat eine Grundausbildung in Hygiene. Sie wird vorerst bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern mithelfen und später die Themen Hygiene und Gesundheit übernehmen. Die Höhe ihres Teilzeitpensums steht noch nicht definitiv fest. Als weitere Person wurde Lalasoa, eine junge Madagassin zu 10% in der Reinigung engagiert.

In der vergangenen Woche konnten alte Kontakte aufgefrischt und neue geknüpft werden. Heute Nachmittag findet ein Treffen mit Beat Burkhart, Leiter der Helimission statt. Er leitet die Station seit ca. 4-5 Jahren und bot sich an, seine Kontaktdaten mit AiNA soa zu teilen.

Bislang läuft der Anfang wie geplant. Durch die Feiertage konnte die Beendigung der Visaformalitäten von Nicole Imboden und die Registrierung des Vereins noch nicht erfolgen. Diese sind neben dem Umzug, der Personalrekrutierung und den laufenden Recherchen im Zentrum der dringenden Aufgaben von AiNA soa.

Story von Nicole Imboden: "Das Bus fahren ist ein Erlebnis in Madagaskar. Zuerst zwängt sich jeder in den Minibus rein, wie es geht. Gestern stand ich eingeklemmt Po an Po mit anderen. Wird etwas frei, rückt man auf und sitzt erst auf einem eingeklemmten Brett im Gang bis ein Sitzplatz frei wird. Bei jeder Haltestelle verschiebt sich alles, wie die Menschen ein und aus steigen, Körperkontakt garantiert! Reise ich alleine, beobachten mich die Madagassen interessiert. Das Geld wandert durch die Reihe bis zum Fahrhelfer, welcher am Eingang, also am Ende des Busses steht. Das Wechselgeld wandert durch all die Hände genauso wieder zurück. Auf Kurzstrecken kostet eine Busfahrt 300 AR (12 Rp.) und in das Zentrum von Tana 400 AR (16 Rp.). Zum Aussteigen sagt man Misjalla – der Helfer pfeift und der Fahrer weiss, dass er anhalten soll. Gestern machte ein Fahrhelfer einen Spass über mich. Da ich erahnte was er sagte, konterte ich auf Französisch: "Achtung, ich verstehe dich!" – darauf lachte der ganze Bus und wir zwei auch. Die Madagassen machen gern ab und zu einen Spass über die Ausländer im Bus, da nicht viele diesen benutzen. Ich erlebe es aber nie als bösartig oder verletzend und nutze gerne die Möglichkeit, darauf einzusteigen."