Blog 49 (23.02.2018)

Blog Februar 2018

Stunting (wenn ein Kind zu klein ist für das Alter) und weitere Formen von Mangelernährung sind in Madagaskar weit verbreitet, insbesondere in frühen Kinderjahren. Dies aus verschiedenen Gründen: Einerseits ist das Einkommen oft sehr tief und die Möglichkeiten spezifische Lebensmittel zu kaufen nicht gegeben. Anderseits ist das Wissen über die Funktion der diversen Nährstoffe häufig nicht vorhanden und die Ernährung sehr einseitig. 

Mit dem Projekt von AiNA soa und der offenen Art  des Teams neuen Themen gegenüber, hat sich für mich die Option eines freiwilligen Einsatzes ergeben. Obwohl ich vor dem Abflug schon viel vorbereitet hatte, war ich sehr froh, dass die ersten Wochen etwas ruhiger waren und ich genug Zeit für eine letzte Präsentationszusammenstellung hatte. Mit der konkreten Präsentation war ich bereit um an Schulen und weiteren Einrichtungen welche mit Kinder zu tun haben zu unterrichten. Es ging darum den Menschen die Thematik rund um die Ernährung näher zu bringen und zu sensibilisieren, wie eine ausgewogene Ernährung mit der Entwicklung von Kindern zusammenhängt. Dies geschah mit den folgenden Schwerpunkten: 

Energieliefernde Nährstoffe – verschiedene Formen der Mangelernährung, insbesondere Stunting – Verbesserung der Proteinqualität durch die Kombination von lokalen Lebensmittel – „Hidden Hunger“ (ein Defizit von diversen Vitaminen und Mineralstoffen), welcher oft nicht erkannt wird und was dagegen unternommen werden kann, hauptsächlich mit einer grösseren Vielfalt von verschiedenen Lebensmitteln – Wasser und Hygiene – Sichere Zubereitung der Lebensmittel 

Gemeinsam konnten wir viele Menschen in den umliegenden Dörfern von Talatamaty erreichen. Meist waren nur kurze Fahrten notwendig oder wir konnten sogar vom Büro aus zu Fuss gehen. 

Schulungen zu weiteren Themen fanden sowohl für das ganze Team oder spezifischer für das Ärzteteam statt. So konnten wir viel über die verschiedene Behandlungs- und Beratungstätigkeiten mit Patienten austauschen. Es war sehr bereichernd, mehr über die Arbeit der Ärzte in Madagaskar zu erfahren. Es hat mich sehr berührt und gefreut, dass sowohl das Team als auch die Zuhörer in den externen Trainings sehr offen und dankbar gegenüber den diversen Ernährungsthemen waren. Die Feedbacks waren sehr ermutigend.

 

Die Zusammenarbeit mit dem Team von AiNA soa, sowie der Austausch mit den vielen Menschen während der externen Trainings, war eine unglaublich bereichernde Erfahrung. Es hat mich riesig gefreut, dass ich von Gott hierher geführt worden bin und die Möglichkeit hatte das Fachwissen im Bereich Ernährung weiterzugeben. Perfekt war zusätzlich, dass auch mein Ehemann dem Team in technischen Sachen Unterstützung bieten konnte .