Blog 47 (20.11.2017)

Blog November 2017

Reisemonate

Die Monate September und Oktober waren Reise Monate für AiNA. Zwei Teams besuchten die primären Gesundheitszentren (PHC) im Bezirk Anosibe An'Ala, Ambatondrazaka und Amparafaravola. Ein anderes Team besuchte die PHC-Leiter im Distrikt Tsiroanomandidy und Vangaindrano. Dies sind neue Einsatzorte, die wir ab 2018 erreichen wollen. Wie immer sind diese Reisen Abenteuer pur und eine große Ermutigung für das Gesundheitspersonal in den weit abgelegenen Dörfern.

In Antananarivo und Ampefy, fanden Schulungen von Mitarbeitenden verschiedenen Firmen statt.

Rita, eine Krankenschwester aus der Schweiz, kam als Freiwillige für 6 Wochen zu uns. 

 

Hier teilt sie ein paar Eindrücke über ihre Zeit mit AiNA soa: Unser Ziel war Ambatondrazaka, 270 km von Tana entfernt. Es ist die Hauptstadt der Region Alaotra Mangoro. Die Hauptstraße, die nach Ambatondrazaka führt ist eine aufregende Motocross-strecke. Für die Fahrer eine echte Herausforderung! Aber sie sind Profis; Sie kennen fast jedes Loch und jeden Stein auf dem Weg.

Dann die Motorradfahrt zu den Gesundheitszentren in den Dörfern: Für mich war es das erste Mal, nach Jahren, auf einem Motorrad zu sein! Es war sehr lustig. Das Problem war nur, dass wir keinen Schutz oder Helm hatten. Ich hatte keine Ahnung, wie lange die Reise dauern würde. Es ist unglaublich, wie die Einheimischen diese schwierigen Straßen meistern. Kinder mit Eltern, schwer beladen, stundenlang gehend oder mit dem Fahrrad den langen steilen Weg hinauf. Keine andere Alternative, um ihr Dorf zu erreichen.

Gesundheitspersonal lebt und arbeitet unter sehr schwierigen Umständen. Eine Hebamme arbeitet alleine, in einem kleinen dunklen Raum mit kaum Instrumenten und ohne fließendes Wasser!! - Die nächste Quelle ist 4 km entfernt!!

Ich habe gelernt, mich an die Gegebenheiten in den Dörfern anzupassen. Irgendwann rebellierte mein Magen jedoch gegen Huhn und Reis. Aber es gab für vier Tage nichts anderes – keine Auswahl: Reis und Huhn! 

Während meiner Reise habe ich viele wunderbare Menschen kennengelernt und fantastische Landschaften gesehen. Das sind unvergessliche Erinnerungen, auch wenn ich manchmal an meine physischen und psychischen Grenzen gekommen bin!!  Durch meine Gebete in den schlaflosen Nächten habe ich jedoch immer wieder Kraft sowie Ermutigung erhalten und die Höhe, Tiefe und Weite der Liebe des Herrn erfahren wie nie zuvor.

Zwei ereignisreiche, wunderbare Monate sind zu Ende gegangen. Zwei Monate, die mein Leben geprägt und bereichert haben! Sie waren reich an einzigartigen Erfahrungen mit wunderbaren Menschen mit dem gleichen Ziel, das Leben vieler Menschen wertvoller zu machen.