Blog 43  (09.12.2016)

AiNA soa erreicht die fernen Dörfer

Das Bestreben die Bevölkerung von innen heraus zu erreichen wird in der Region von Alaotra Mangoro mehr und mehr akzeptiert. Die Freiwilligen realisieren wie wertvoll das Erste Hilfe Training von AiNA soa ist und das praktische Wissen im Lehrbuch wird angewendet. Die Frage nach einer Bezahlung wird nicht mehr gestellt – ein Zeichen für uns, dass unser Vorgehen hin zur Langfristigkeit verstanden wird. Das medizinische Personal in den abgelegenen Gesundheitszentren, erfassen die Wichtigkeit ihre Freiwilligen auszubilden und bemühen sich trotz einer grossen Arbeitslast und keiner zusätzlicher Bezahlung darum.

Unser Geländewagen, gesponsert vom Rotary Club Aarau, ist eine grosse Hilfe. Keine langen Stunden mehr auf der Busstation warten und die Einsätze können besser geplant werden. Die Reiserei wurde im gesamten weniger stressig und das Team ist dadurch produktiver. Das AiNA soa Team hat den Geländewagen liebevoll auf den Namen Aarau getauft…

Wir haben zwei neue Teammitglieder dazu erhalten: Maro, der Ehemann von unserer Ärztin Daniella und Rado. Maro hat schon Freiwillig ausgeholfen und nun ist er ganz zum Team dazu gestossen. Er ist ein bedachter Mann, ein guter Fahrer und wird ausgebildet, damit er, Zusammen mit Daniella, später ein eignes Projekt leiten kann.  Rado ist unser neuer Techniker. Er kümmert sich neben allen technischen Angelegenheiten auch um die Autos. Gerade unser alter R4 (PIMA) gibt immer wieder Arbeit und der Geländewagen (Aarau) wird gut gepflegt.

Vor kurzem hatten unsere Ärzte die Gelegenheit eine Weiterbildung vom Nationalen Institut für öffentliche Gesundheit (INSPC) zu absolvieren. Nach diesem zwei wöchigem Kurs sind sie jetzt zertifizierte Erwachsenenbildner.

Story von Ioly: Die Menschen in Madagaskar wissen nicht was sie machen sollen, wenn sie oder ein Familienmitglied krank werden. Nur wenige wissen zum Beispiel wie sie das Fieber senken können bevor sie einen Arzt aufsuchen. Viele Mütter sind hilflos wenn ihre Kinder krank sind und gehen zu den Geistheilern, da diese in der Nähe sind und weniger kosten als der Arzt.  

Hat jemand einen Krampfanfall so werfen die Leute Blätter auf ihn oder legen Silber Schmuck auf den Kranken. Viele laufen davon, da sie Angst haben und lassen den Patienten alleine zurück. Dies sieht man nicht nur in den abgelegenen Orten, sondern auch in der Hauptstadt von Madagaskar. Das mangelnde Wissen ist sehr gross und AiNA soa’s Engagement verändert dies Schritt für Schritt in unserem Land. Ich möchte einfach nochmals darauf hinweisen, dass unsere Arbeit hier sehr wichtig ist und ich bedanke mich bei Ihnen, die diese Hilfe möglich machen.